Prüfungsablauf theoretische Teilprüfung SMPV

Im Vademecum für die theoretische Teilprüfung des SMPV sind die spezifischen Anforderungen an die Kandidatinnen und Kandidaten beschrieben.

Inhaltsverzeichnis:

1. Gehörbildung
2. Akustik/Instrumentenkunde
3. Tonsatz
4. Formenlehre und Analyse
5. Musikgeschichte
6. Höranalyse und Stilkunde
7. Hausarbeit

Zeit für die schriftlichen Prüfungen

 

Vorbemerkung:
Dieser Teil setzt in seinen einzelnen Gebieten die Kenntnis der allgemeinen Musiklehre voraus. Die Kenntnisse in Artikulations-, Phrasierungs- und Verzierungslehre sind erst in der praktischen und pädagogischen Prüfung nachzuweisen.

 

  1. Gehörbildung

    Schriftlich (nach Diktat):
    Die Beispiele werden der Literatur entnommen.

    a) Melodie
    b) Zweistimmiger polyphoner Satz
    c) Akkordischer Satz
    d) Rhythmus
    e) Heraushören von Fehlern

    Mündlich:

    a) Vom-Blattt-Singen zweier Melodien in verschiedenen Schlüsseln inkl. C-Schlüssel
    b) Singen von Intervallen, Akkorden und Skalen von einem beliebigen Ton aus, auf- und abwärts
    c) Bestimmen von Intervallen, Akkorden und Akkordfolgen d) Rhythmusübungen


  2. Akustik und Instrumentenkunde (nur schriftlich)

    a) Grundbegriffe der musikalischen Akustik und Elektroakustik (siehe Vademecum) b) Bau und Funktionsweise der heute gebräuchlichen Instrumente, Gründzüge ihrer Spieltechnik, Stimmung, Tonumfang und Notation (transponierende Instrumente); Kenntnis gebräuchlicher Partiturbilder


  3. Tonsatz

    Schriftlich:
    (Die Aufgaben werden der Literatur entnommen)

    a) Eine zweistimmige kontrapunktische Aufgabe
    b) Eine Harmonisierungsaufgabe
    c) Eine Bearbeitung oder ein Arrangement oder Komponieren eines zwei- oder dreistimmigen Satzes in einem Stil des 20. Jahrhunderts (als Hausaufgabe)

    In allen Bereichen stehen den Kandidaten mindestens drei verschiedenartige Aufgaben zur Auswahl.

    Mündlich und am Klavier (oder auf der Gitarre oder auf dem Akkordeon):

    a) Spielen eines bezifferten Basses aus der Generalbass-Zeit
    b) Harmonisieren einer Melodie in beliebigem Satz

    Vorbereitungszeit für a) und b): 1/2 Stunde

    c) Spielen von Kadenzen nach Stufendiktat, Ausführen von Modulationen, Auflösen chromatischer Akkorde


  4. Formenlehre und Analyse

    Schriftlich (ohne Instrument):

    Formale, thematische, satztechnische und harmonische Analyse einer vorgelegten Komposition

    Mündlich:

    Formale, thematische, satztechnische Analyse, Erläutern harmonischer Zusammenhänge von Kompositionen oder Kompositionsfragmenten aus verschiedenen Stilbereichen und in verschiedenen Satztechniken mit Einschluss des 20. Jahrhunderts.
    Vorbereitungszeit: 1/2 Stunde


  5. Musikgeschichte (mündlich)

    a) Allgemeiner Überblick
    b) Eingehendere Prüfung in einem von den Kandidaten gewählten Gebiet


  6. Höranalyse und Stilkunde (mündlich)

    a) Harmonische, satztechnische, formale und stilgeschichtliche Analyse von Werken aus verschiedenen Epochen anhand von Tonträgern
    b) Kenntnis verschiedener Kompositions- und Tonsysteme bis zur Gegenwart


  7. Hausarbeit Die Kandidaten haben aus drei zur Wahl gestellten, im Mitteilungsblatt veröffentlichten Themen aus dem Bereich der Musikgeschichte und Formenlehre innerhalb von sechs Monaten eine Hausarbeit zu schreiben, die der Prüfungsleitung in drei Exemplaren abzuliefern ist. Die Richtzahl für den Umfang beträgt maximal 20 Schreibmaschinenseiten bei mittlerem Zeilenabstand (ausgenommen Notenbeispiele). 9 Die schriftlichen Arbeiten in Musikdiktat, Tonsatz, Formenlehre und Analyse sowie Akustik und Instrumentenkunde finden einige Wochen vor der mündlichen Prüfung an zwei Tagen unter Aufsicht statt.


    Zeit für die schriftlichen Prüfungen:

    Diktat:                                              2 Stunden inkl. 1/4 Stunde Pause
    Formenlehre und Analyse:            3 Stunden
    Tonsatz:                                           3 Stunden
    Akustik und Instrumentenkunde: 1 Stunde